Herbst-Outfits: Fünf Looks für die Übergangszeit
Die Übergangszeit ist die ehrlichste Prüfung eines Kleiderschranks: Morgens acht Grad, mittags achtzehn – und das Outfit soll trotzdem den ganzen Tag funktionieren. Die Lösung liegt nicht in mehr Kleidung, sondern in der richtigen Kombination.
Hier sind fünf komplette Looks, die genau das leisten – vom Klassiker bis zur Kombination, auf die man erst einmal kommen muss.
Look 1: Trenchcoat und Rollkragen
Unser Titelbild zeigt die zuverlässigste Formel des Herbstes: ein camelfarbener Trenchcoat über cremefarbenem Strick und dunkler Hose mit geradem Bein. Diese Kombination funktioniert seit Jahrzehnten – und sieht genau deshalb nie nach Trend-Hinterherlaufen aus. Wichtig ist die Passform: Die Schulternaht sollte sitzen, der Gürtel lässig gebunden statt geschnallt.
Look 2: Lederjacke und Plisseerock

Hart trifft weich: Die schwarze Lederjacke erdet den fließenden Plisseerock in Karamell, die Stiefeletten machen den Look alltagstauglich. Dieses Spannungsverhältnis aus Struktur und Bewegung ist das, was ein Outfit interessant macht – ganz ohne auffällige Farben.
Look 3: Oversize-Blazer und Jeans

Der Oversize-Blazer im Karomuster ist das Arbeitstier der Übergangszeit: warm genug für den Morgen, leicht genug für den Nachmittag. Mit weißem T-Shirt, gerader Jeans und Loafern entsteht ein Look, der vom Schreibtisch bis zum Feierabend trägt. Die Regel dahinter: Wenn oben Volumen, dann unten klare Linie.
Look 4: Grobstrick und Satinrock

Die vielleicht schönste Kombination des Herbstes: rauer Strick über glattem Satin. Der rostorange Pullover bringt die Herbstfarbe, der champagnerfarbene Rock den Glanz – zusammen ergeben sie einen Look, der gleichzeitig gemütlich und besonders ist. Locker in den Bund gesteckt, wirkt der Pullover absichtlich statt zufällig.
Look 5: Wollmantel und Strickkleid

Wenn der Herbst ernst wird: ein langer Mantel in Tannengrün, darunter ein schmales Strickkleid, dazu kniehohe Stiefel. Ein Zwei-Teile-Outfit, das angezogener wirkt als jede komplizierte Kombination – ideal für Tage, an denen es schnell gehen muss und trotzdem etwas hermachen soll. Mehr solcher Looks findest du in unserem Beitrag über Strickkleider im Herbst.
Unser Fazit
Wer in der Übergangszeit gut angezogen sein will, braucht keine neue Garderobe – sondern einen guten Mantel, zwei Strickteile in Nichtfarben und den Mut, Bewährtes zu wiederholen. Drei dünne Schichten wärmen besser als eine dicke, und innerhalb einer Tonfamilie (Creme, Camel, Cognac, ein dunkler Anker) kann farblich kaum etwas schiefgehen. Genau aus dieser Reduktion entsteht persönlicher Stil.